Am 3. Fastenwochenende
trafen sich Thüringer Kolpingsfamilien wieder auf dem Ettersberg
Rund 70 Mitglieder Thüringer Kolpingsfamilien trafen sich am
3. Fastenwochenende zu ihrer traditionellen
Sühneandacht im ehemaligen KZ Buchenwald. Die „Kolpinger“ aus Weimar, Saalfeld,
Pößneck, Rudolstadt, Erfurt und Heiligenstadt zogen betend über das weite
Gelände der Gedenkstätte und meditierten an sieben Stationen zum Kreuzweg
Christi. So vor den Zellen des ev. Pfarrers Paul Schneider und des kath.
Prälaten Otto Neururer, am einstigen sowjetischen
Speziallager oder im Hof des KZ-Krematoriums. Dazu sprach der Weimarer Kolpingpräses Pfarrer Horst Klemm sehr nachdenkliche Texte
über die „Aus-“, die „Zu-“, die „Rück-“ oder die „Glücksfälle“ des Lebens.
Der traditionelle Bußgang der Kolping-Gemeinschaft endete
mit einem Gebet für alle Opfer ungerechter Gewalt sowie für die Notleidenden
unserer Zeit.
Bereits seit 1958 organisieren die Thüringer
Kolpingsfamilien Andachten im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald, in dem
während der Naziherrschaft auch mindestens zwei Kolpingmitglieder den
Märtyrertod starben. Den ersten Bußgang hatte damals der
Diözesan-Männerseelsorger und Kolpingpräses Pfarrer
Georg Bartsch angeregt, dessen Name seit 2007 eine Straße in
Erfurt-Stotternheim trägt.
M. Meinung,
KF Erfurt