Übersicht zur
Geschichte des Diözesanverbandes Erfurt
(Vorarbeit
von N. Hecke 2003)
1853
in Erfurt
1858
in Heiligenstadt
1864
gründeten sich in Dingelstädt die ersten
Gesellenvereine im Thüringer Raum, dem
Gebiet des heutigen Bistums Erfurt. Es sind nur wenige Jahre nach der Gründung
des Kölner Gesellenvereins am 6. Mai 1849 durch Adolph Kolping.
1867
besuchte Generalpräses Schäffer, Nachfolger von
Adolph Kolping, Thüringer Gesellenvereine.
1876-78
hatten die Gesellenvereine, wie alle kath. Vereine, unter Bismarcks Kulturkampf zu leiden. Nach
Beendigung des Kulturkampfes erlebt das Vereiswesen einen neuen Aufschwung.
1914-18
kam die Vereinsarbeit fast zum Erliegen, da die
meisten Gesellen einberufen wurden. Auswärtige wehrpflichtige Gesellen finden
Aufnahme in den örtlichen Vereinen. Viele Mitglieder sind gefallen.
1918-19
begann sich das Vereinsleben wieder zu entwickeln.
1933
wurde in München der 1. Deutsche Gesellentag durch
die Nationalsozialisten brutal niedergeschlagen. Auch viele unserer Teilnehmer
kamen verletzt und mit beschädigten Sachen zurück.
1933
wurde im Herbst infolge der politischen Lage der
Name „Katholischer Gesellenverein“ durch „Kolpingsfamilie“ ersetzt.
1936-40
wurden Kolpingsfamilien durch die NS-Behörden
verboten. Kolpinghäuser mussten geschlossen werden, das Eigentum der
Kolpingsfamilien wurde beschlagnahmt.
1939-45
mussten die meisten Mitglieder in den 2. Weltkrieg.
Aktive Kolpingarbeit war stark eingeengt. Die Bespitzelungen durch die
NS-Behörden nahmen verstärkt zu.
1946-50
gestaltete sich, in den Wirren der Nachkriegszeit,
die Wiederbelebung sehr schwierig. Es gab große Angst vor den Russen und den
Kommunisten. Beherzte, mutige Kolpingmitglieder gaben nicht auf und sammelten
die „Heimkehrer“ und „Neue“.
1953
waren Neuaufnahmen meist junger Mitglieder.
Kontakte und Verbindungen zwischen den Kolpingsfamilien im Thüringer Raum und
darüber hinaus wurden aktiviert.
1957
wurde Pfarrer Georg Bartsch, Präses der Kolpingsfamilie
Erfurt, vom Weihbischof Dr. Josef
Freusberg zum Bischöflichen Beauftragten für die Kolpingarbeit im Bereich des
Generalvikariats Erfurt ernannt. Unterstützung erhält er durch
Diözesan-Altsenior Kurt John und Georg Meinung aus Erfurt.
1958-60
gab es viele neue Impulse und Aktivitäten. Die
Kolpingsfamilien gingen mehr in die Öffentlichkeit. Richtlinien für die
Kolpingarbeit im Generalvikariat Erfurt wurden erarbeitet und durch Weihbischof
Dr. Freusberg bestätigt.
1961
am 16. November starb Präses Bartsch. Erst nach
fast einem Jahr wurde am 9.10.1962 Ordinariatsrat Paul Uthe zum Präses in
Erfurt und zum Bischöflichen Beauftragten für die Kolpingarbeit im Bereich des
Generalvikariates Erfurt ernannt.
1965
war erstmalig und seit dieser Zeit jährlich ein
Treffen führender Vertreter der ostdeutschen Diözesanverbände mit dem
Generalpräses Prälat Heinrich Festing und Verantwortlichen des deutschen und
internationalen Kolpingwerkes in Berlin, Pappelallee.
1969
wurden die Richtlinien für die kirchliche
Kolpingarbeit neu erarbeitet und durch Bischof Hugo Aufderbeck bestätigt. Sie
sind Grundlage für alle ostdeutschen Diözesanverbände.
1973
konnte Generalpräses Prälat Heinrich Festing
erstmalig Kolpingsfamilien in der DDR direkt besuchen und ist in Erfurt,
Heiligenstadt und anderen Orten zu Gast.
1976
wurden Frauen, nachdem sie vielerorts seit Jahren
die Kolpingarbeit aktiv mitgetragen haben, feierlich als Mitglieder
aufgenommen.
1977
und später kam es durch aktive Kolpingarbeit zu
Neugründungen von Kolpingsfamilien. Im Eichsfeld war besonderes Bezirkspräses
Pfarrer Heribert Jünemann engagiert.
1978
begannen direkte Besuche von westdeutschen
Kolpingsfamilien in Thüringer Kolpingsfamilien.
1980
fand die erste Kolpingwallfahrt des DV Erfurt
statt. Mit guter Beteiligung aller Kolpingsfamilien und mit Kolpingsfamilien
aus Nachbardiözesen ist die Kolpingwallfahrt ein jährlicher Höhepunkt.
1986
wurde das Pfarrhaus in Hausen als Kolping
Begegnungs- u. Bildungsstätte eingerichtet und genutzt.
1989
fand im September, in politisch sehr bewegter Zeit,
die 10. Kolpingwallfahrt in der Wallfahrtskirche St. Antonius in Worbis mit
Bischof Dr. Joachim Wanke statt.
1990
wurde am 17. Mai in Erfurt offiziell der
Diözesanverband Erfurt gegründet. Zum Diözesanpräses wurde Pfr. Norbert Iffland
aus Heyerode und zum Diözesanvorsitzenden, Gerhard Kunze aus Heiligenstadt
gewählt.
Aufgrund der Veränderungen in Rumänien und der dort
herrschenden Armut beginnt der Diözesanverband Erfurt mit seiner Aktion
Rumänienhilfe.
Am 27. November wurde das Kolping-Bildungswerk
Thüringen e.V. gegründet. Später wird Dieter Althaus, Kultusminister und ab
2003 Ministerpräsident in Thüringen, Vorsitzender.
1991
fuhren mehrere Sonderbusse mit Kolpingmitgliedern
des Diözesanverbandes zur Seligsprechung Adolph Kolpings nach Rom. Offene
Erwachsenenbildung, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit wurde umfangreich
organisiert und veröffentlicht.
1992
wurde am 13. Mai der Kolpingwerk Erfurt e.V. als Rechtsträger
des Diözesanverbandes gegründet. Damit wurden die seit 1991 hauptamtlich
Beschäftigten dem Diözesanverband unterstellt.
1994
beteiligten sich die Kolpingsfamilien an der Feier
zur Neugründung des Bistums Erfurt.
1993
wurden im Sommer, nach einem Jahr Umbau, die
Übergangswohnheime für Spätaussiedler St. Josef in Bad Sulza und Adolph Kolping
in Hundeshagen eröffnet.
1996
nahmen an dem Europäischen Kolpingtag in Salzburg
90 Thüringer teil.
1997
30.4.97 Einweihung Kolping Bildungs- und
Begegnungszentrum in Erfurt, Wohnheim der Wiedereingliederungshilfe
1997
Herbst 97 - Gründung Kolping
Dienstleistung GmbH
2000
fand vom 28.9 bis 1.10. der Kolpingtag in Köln, an
dem der Diözesanverband mit über 130 Kolpingern teilnahm, statt.
2001
fuhren 2 Reisebusse aus dem DV Erfurt zur
Jubiläumsfeier zum 10. Jahrestag der Seligsprechung Adolph Kolpings nach Rom.
2003
feierte die Kolpingsfamilie Erfurt mit vielen
Teilnehmern ihr 150-jähriges Jubiläum. In Nordhausen feierte die
Kolpingsfamilie ihr 100-jähriges bestehen.
2005
erhielt die Kolpingjugend des DV Erfurt für ihre
hervorragenden Aktivitäten den Kolpingjugendpreis des Bundesverbandes. Die
Entwicklung im Bereich Asylbewerber hat zur Folge, dass unser Wohnheim für
Asylbewerber in Bad Sulza geschlossen werden musste.
2006
bestand für das Spätaussiedler Wohnheim in
Hundeshagen kein Bedarf mehr und es musste geschlossen werden. Das erfolgreiche
Engagement in der Entwicklungshilfe veranlasste den DV die Aktion Kolpinghilfe
auch auf die Ukraine auszudehnen.
2007
gab es 22 Kolpingsfamilien im Diözesanverband
Erfurt. Mit den Einzelmitgliedern gehörten ca. 650 Mitglieder zum Kolpingwerk
Diözesanverband Erfurt.
2008
wurde in der jährlichen
Wochenendschulung der Vorsitzenden der Kolpingsfamilien eine Analyse der
Verbandsarbeit im Diözesanverband Erfurt durchgeführt.
2009
feierten wir mit dem DV
Fulda und Kolpingsfamilien aus dem Rhön-Grabfeld das Jubiläum „20 Jahre
Mauerfall“ mit einer großen Wallfahrt am Point Alpha an der Grenze in der Rhön.
Im April 2009 starb Prälat
Uthe, der den Aufbau des Kolpingwerkes in den 50er Jahren im Thüringer Raum
wesentlich mit gestaltete.